Der Monte Mottarone in Stresa


Hoch thront er über Stresa, der Monte Mottarone. Denn mit einer Höhe von 1.491 Metern übertrifft der Berg zahlreiche andere Erhebungen am Lago Maggiore um Längen. Besucher haben mehrere Möglichkeiten, mit dem Berg Mottarone auf Tuchfühlung zu gehen.

Mit dem Auto ist die Erhebung problemlos von Armeno über die Provinzstraße 41 oder den Lago d’Orta erreichbar. Doch auch über die Straße von Stresa in Richtung Gignese steuern Autofahrer den Mottarone an. Und es gibt noch eine andere Methode, um zum Monte Mottarone zu gelangen. Der Berg ist ebenfalls über eine Seilbahn erreichbar, deren Startpunkt die Station „Stresa Lido“ ist.

Ein Panoramablick wie aus dem Bilderbuch

Einmal ganz oben angelangt, begeistert der Monte Mottarone mit einer spektakulären Rundumsicht. Der Berg, dessen wortwörtliche Übersetzung „zwischen den zwei Seen“ lautet, ragt weit und breit über alle anderen Erhebungen hinaus. Auf der einen Seite erscheint der Lago Maggiore in all seiner Pracht. Auf der anderen Seite erstreckt sich der Cusio am Horizont. Und nichts, aber auch gar nichts verhindert die Sicht.

Monte Mottarone

Zu jeder Jahreszeit reizvoll

Wintersportler reisen zur kalten Jahreszeit in Scharen zum Mottarone. Doch auch zu jeder anderen Jahreszeit mangelt es dem Monte Mottarone nicht an Reiz. Von dem Gipfel aus buhlen die Po-Ebene, Schweizer und italienische Alpen sowie Voralpenseen wie der Lago Maggiore oder Lago di Mergozzo um die Aufmerksamkeit der Wanderer. Zudem ist der Berg ein wahres Naturparadies, das eine Vielzahl an Wander- und Ausflugswegen vereint. Ob mit dem Pferd, dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen – jede Möglichkeit, den Berg zu erklimmen, ist noch aufregender als die andere.

Ob Jung oder Alt, ob durchtrainiert oder Sportanfänger – ein Exkurs zum Monte Mottarone ist für jedermann geeignet. Die gesamte Bergeregion ist von üppigen Waldgebieten, Wasserfällen und Weiden durchzogen. Für lange Zeit diskutierten Politiker aus der Region sogar darüber, das Gebiet als Natur als Naturschutzpark Parco del Mottarone einzurichten. Doch bis heute wurde dieses Projekt nicht realisiert.

Die enge Beziehung der Borromäer zum Monte Mottarone

Seit dem Jahr 1948 ist die Privatstraße der Borromeo gegen Entrichtung einer Maut für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Verlauf der Straße beginnt in Alpino – einem Ortsteil bei Gignese – und führt über eine neun Kilometer lange Strecke bis zum Gipfel des Mottarone. Da die Borromäer schon immer ein Faible für den Berg hatten, erbauten sie im Jahr 1680 auf einer Höhe von etwa 1000 Metern ein Oratorium. Etwa 200 Jahre später wurde die Panoramastraße errichtet.

Von der Eisenbahn zur Seilbahn

Im Jahr 1970 wurde die Seilbahn Stresa-Mottarone eröffnet. Allerdings gibt es für die Seilbahn nur eine einzige Haltestation, die sich in der Nähe des botanischen Gartens Alpinia bei Gignese befindet. Der See sowie die höchsten Gefilde der Erhebung sind nur 18 Fahrminuten mit der Seilbahn voneinander entfernt. Bevor sich die Seilbahn ihren Weg rund um den Berg bahnte, wurde eine als Zahnradbahn umfunktionierte Eisenbahn als Beförderungsmittel eingesetzt. Allerdings benötigte diese Bahn über eine Stunde, um den Weg von Stresa zum Mottarone zurückzulegen.

Die Überland-Straßenbahn bediente einst sechs Haltestellen. Der Abfahrtsort dieser Ferrovia Stresa Mottarone waren die Seepromenade im Zentrum Stresas sowie der Bahnhof staatlicher Eisenbahnen. Trotz ihrer Stilllegung im Jahr 1963 erweiterte sich der Skitourismus für den Monte Mottarone stetig. Und bis heute hat das Reisegebiet nichts an Attraktivität und Faszination verloren.