Olivenöl am Lago Maggiore


Olivenöl

Obwohl die Gegend kein klassisches Anbaugebiet von Oliven ist, müssen Urlauber in der Reiseregion nicht lange suchen, um köstliches Olivenöl zu kaufen. Kilometerlange Olivenhaine erstrecken sich über eine Vielzahl italienischer Regionen, die zum Teil nur wenige hundert Kilometer vom Lago Maggiore entfernt sind.

Es sind Regionen wie Umbrien oder die Toskana, die für die Olivenölherstellung in dem Land von Bedeutung sind. Dementsprechend groß ist die Nachfrage in einer Reiseregion wie dem Lago Maggiore.

In italienischen Gefilden gedeihen mehrere hundert Sorten an Oliven

Wer am Lago Maggiore Olivenöl kaufen möchte, hat die Qual der Wahl aus mehreren hundert Sorten. Einige der bekanntesten Olivenöle sind Ogliarola, Taggiasca oder Coratina. Die Besonderheit des Olivenöls Taggiasca besteht in seinem zarten Olivenduft mit mildem Fruchtaroma, dessen Nachgeschmack mit feinen Nuancen von Pinienkernen und Mandeln vergleichbar ist.

Die populäre Olivenölsorte Ogliarola weist einen kraftvollen Geschmack und zarten Kräuterduft auf, der am Lago Maggiore ebenfalls als Cima di Bitonto bekannt ist. Andere weit verbreitete Ölsorten wie Frantoio, Carolea oder Leccino verfeinern ebenfalls zahlreiche italienische Gerichte.

Eine ewig währende Verbindung: Die Mittelmeerregion und der Olivenbaum

Olivenbäume

Seit vielen Jahrhunderten ist der Olivenbaum eng mit dem Mittelmeerraum verbunden. Kreter verwendeten die Olive bereits um 6.000 v. Chr. als wichtiges Nahrungsmittel. Römer und Griechen hinterlegten ebenfalls Zeugnisse über die Bedeutung dieser Zutat. Sogar in der griechischen Mythologie ist vom Olivenbaum die Rede.

Bei der Gründung Attikas stritten sich Athene und ihr Bruder Poseidon um die Vorherrschaft. Daraufhin forderte Zeus von beiden Geschwistern einen Beweis ihrer Qualitäten. Der Gott der Meere – Poseidon – schlug mit seinem Dreizack in Richtung Boden und aktivierte auf diese Weise eine Salzwasserquelle. Athene ließ eine Olive gedeihen, deren Saft den Menschen als Nahrungsmittel, zur Körperpflege sowie der Heilung von Krankheiten half. Zeus wählte daraufhin Athene aus und ernannte sie zur Schutzpatronin von Attika.

In italienischen Frantoios wird Olivenöl hergestellt

Olivenöl mit Oliven

An dieser vielfältigen Wirkungskraft hat die Olive bis heute nichts verloren. Heute werden die Olivenfrüchte in Italien in sogenannten Frantoios – den Ölmühlen – zu einem Brei zermahlen. Anschließend wird der Brei zerpresst, bis das daraus entstehende Öl in Zentrifugen weiter geleitet und nach einer Klärung als fertiges Olivenöl in Behältern verstaut wird. Das Resultat dieser Arbeit ist hochwertiges nach Oliven schmeckendes Öl, das entweder etwas süßlich oder etwas bitter schmeckt. Am Lago Maggiore sollten sich Feinschmecker nicht die Gelegenheit entgehen lassen, diese Köstlichkeit vor Ort zu erwerben. In zahlreichen Supermärkten, kleinen Geschäften oder gar Weinhandlungen wechselt Olivenöl für einen fairen Preis den Besitzer.

Einer der Feinkostläden am Lago Maggiore, der italienisches Olivenöl zum Verkauf anbietet, ist der Feinkostladen Antica Latteria nel Borgo in Cannobio. Neben einer Auswahl an Olivenöl ist dieses Geschäft für seine frische Milch und Wurstwaren bekannt. Denn obwohl Olivenhaine am Lago Maggiore nur selten zu finden sind, wird das „flüssige Gold“ in allen Regionen Italiens angeboten. Alternativ steht es Reisenden am Lago Maggiore zur Wahl, den direkten Kontakt zu Erzeugern des Olivenöls zu suchen und sich vor Ort einen Eindruck von der Produktionsstätte zu machen.

Diese Gaumenfreuden werden mit italienischem Olivenöl verfeinert

Zudem ist Olivenöl ein fester Bestandteil zahlreicher kulinarischer Delikatessen am Lago Maggiore. Delikatessen wie Ciabatta (mit Olivenöl), Spaghetti mit Knoblauch, Thunfisch Pesto oder Fettuccine all’ Abruzzese sind ohne das „flüssige Gold“ kaum vorstellbar. Weiterhin sind italienische kulinarische Kreationen wie Tarta di Zucchini oder ein Oliven-Knoblauch Dip beliebte Köstlichkeiten, die am Lago Maggiore serviert werden und bei denen Olivenöl nicht fehlen darf.

Ob beim Erzeuger in Ölmühlen, im Feinkostladen um die Ecke oder im Restaurant mit einem schmackhaften Menü – es gibt viele Möglichkeiten, am Lago Maggiore Olivenöl zu kaufen oder sich dieses schmecken zu lassen.