Isola Madre


Bild der Insel - Isola Madre

Wer sich am Lago Maggiore aufhält und einen großen Bogen um die Borromäischen Inseln macht, weiß gar nicht was er verpasst. Allesamt sind sie sehr sehenswert.

Die Isola Madre: Märchenhaft und Pittoresk

Im Folgenden werden wir jedoch näher auf die größte dieser Inseln eingehen, die von vielen Besuchern mit märchenhaft, von anderen mit pittoresk und von wiederum anderen einfach auch nur mit toll umschrieben wird. All diese Beschreibungen treffen auf die Isola Madre in jedem Fall zu.

Mitten im Borromäischen Golf

Sie liegt nicht direkt bei den anderen Inseln dieser Inselgruppe. Sondern mitten im Borromäischen Golf, schon näher an Verbania als an Stresa. Trotzdem sie von der Fläche her gesehen die größte der Inseln ist, ist sie unbewohnt – im Gegensatz zu früher. Im Jahr 1590 nämlich wurde von der Familie Borromeo auf dem Eiland ein Palast errichtet, der Palazzo Madre, und zwar auf den verfallenen Überresten einer alten Pfarrkirche und dem dazu gehörenden Friedhof.

Die Kirche wurde wohl im 9. Jahrhundert zu Ehren von San Vittorio erbaut, gehörte jedoch zur Kirchengemeinde von Verbania.

Die Parkanlage zählt zu den ältesten botanischen Gärten in Italien

Blick auf die Isola Madre

War die Isola Madre noch zu Beginn des 16. Jahrhunderts nur von einem Oliven Wäldchen bewachsen, so änderte sich ihr Antlitz im Laufe der Jahrhunderte immer mehr. Zuerst wurde vom Borromeo-Clan ein etwa acht Hektar großer Garten im englischen Stil angelegt. Später kamen weitere Parkanlagen hinzu, bis die Insel schließlich ihr heutiges Aussehen erhielt. Und dieses Aussehen ist einfach großartig.

Die Anlage, die zu den ältesten botanischen Gärten in Italien zählt, besitzt so etwas wie ein eigenes Mikroklima. In dem jede Menge Pflanzen gedeihen, die man eigentlich erst südlich des Wendekreises vermuten würde. Glyzinien gehören etwa dazu, unter dem Namen Blauregen vielleicht besser bekannt. Ebenso subtropische Pflanzen, die in ihrer ursprünglichen Heimat sehr selten sind. Auch Blumen in exotischer Pracht und Fülle schmücken die Isola Madre. Eine zweihundert Jahre alte Kaschmir-Zypresse und eine Chilenische Honigpalme komplettieren die bunte Mixtur in dieser Flora.

Spaziergang über die Isola Madre

Beim Spaziergang über die Insel kommt man sich vor wie auf einem anderen Kontinent. Und diese Vorstellung wird noch einmal dadurch verstärkt, dass auch fremde Vogelarten auf der Isola Madre heimisch geworden sind. So schillern hier bunt die Federkleider von Papageien durch die Zweige, während dort Pfauen ihr Rad schlagen oder chinesische Fasane über den gepflegten Rasen stolzieren.

Zum Abschluss sollte man sich unbedingt noch den Palazzo von innen ansehen, insbesondere den Jahreszeiten Saal und den Puppensaal.