Vallemaggia und Centovalli - Lago Maggiore

Centovalli

Das Vallemaggia

Das Vallemaggia im Schweizer Kanton Tessin, am Nordende des Lago Maggiore gelegen, bietet mit seinen zahlreichen Seitentälern ein hervorragendes Areal für Wanderer. Etwa 700 Kilometer lang ist das Netz der Wanderwege allein in diesem Tal, dessen Fläche 20 Prozent des gesamten Tessins einnimmt, was sich auch im lateinischen Namen der Gegend ausdrückt: Vallis Mediae, das wichtigste Tal. Klares Wasser und steil abfallende Wände prägen das Gesicht des Vallemaggia inmitten frischen Grüns. Ein Viertel aller überhaupt in der Schweiz vorkommenden Tierarten ist hier beherbergt, begünstigt durch viele Nischen, die der Lauf des Flusses in der Talsohle geschaffen hat. Der Abschnitt zwischen Riveo und Giumaglio wurde in die Liste der neun international bedeutendsten Schwemmlandlandschaften aufgenommen.

Vallemaggia

Eine weitere Besonderheit des malerischen Tals

Eine Menge steinalter Dörfchen liegen hier, die zwischendurch verwaist waren und heute teils von Künstlern, teils von Besitzern von Sommer- und Wochenendhäusern wieder bewohnt werden. Eine weitere Besonderheit des malerischen Tals: An seinem oberen Ende befinden sich einige Steinbrüche, in denen Granit abgebaut wird – und in einem nahe gelegenen Seitental liegt das Örtchen Bosco Gurin, ein Walserort, in dem die Bewohner bis heute eine alemannische Mundart sprechen, die sehr an das mittelalterliche Alemannisch erinnert.

Hübsche alte Dörfer säumen das Vallemaggia

Einige hübsche alte Dörfer säumen das Tal, so etwa Cevio, der Hauptort des Vallemaggia. Schmucke Herrenhäuser der Mailänder Visconti, die hier früher residierten, prägen das Bild des Ortes ebenso wie prächtige Bauten der später hier wohnhaften eidgenössischen Landvögte. Auch die Pfarrkirche Santa Assunta e San Giovanni und die Wallfahrtskirche Madonna del Ponte aus dem frühen 17. Jahrhundert sind sehr sehenswert. Weit oben im Tal liegt die Ortschaft Mogno, die für ihre weiß und grau gestreifte Kirche bekannt ist, San Giovanni Battista. Die weißen Streifen bestehen aus dem im nahen Peccia gewonnenen Marmor, die grauen sind aus dem Granit des unteren Maggiatals abgebaut, was die Kirche besonders sehenswert macht.

Die Centovalli

Palagnedra im Centovalli

Wer ausreichend Zeit hat – und die muss man sich für diese traumhafte Gegend auf jeden Fall nehmen –, sollte am südlichen Ende des Vallemaggia, kurz vor Locarno, nach Westen in die Centovalli abbiegen. Centovalli, das bedeutet „Hundert Täler“, und es kommt einem so vor, als sei der Begriff wörtlich gemeint. Wer mit dem Auto durch das Haupttal durchfährt, bis die Straße sich am Ende der Schlucht höher und höher windet, versteht, was mit Centovalli gemeint ist: Oben bietet sich ein grandioser Blick über unzählige Gipfel, Bergketten und Täler. Sensationell ist auch die Fahrt mit der Schmalspurbahn von Locarno bis hinüber ins italienische Domodossola. Die Strecke führt etwa 50 Kilometer weit über tiefe Täler und hohe Brücken, durch viele Tunnels hindurch und dann die Centovalli hinauf, bis sie in Ribellasca erstmals italienischen Boden erreicht, von wo an sie nach Domodossola hinunterführt.

Vallemaggia und die Centovalli zu Fuß erkunden

Wer Vallemaggia und die Centovalli zu Fuß erkunden möchte, braucht gute Kondition und drei Tage Zeit. So lange dauert im Normalfall die Wanderung von Someo im mittleren Maggiatal, die über Capanna d’Alzasca (erste Übernachtung) und Alpe di Ribia (zweite Übernachtung) bis zur Bahnstation Camedo in den Centovalli führt. Camedo ist die letzte Station der Schmalspurbahn auf Schweizer Boden, und von hier aus kann man, wenn man es noch nicht getan hat, mit dem Zug zurück bis Locarno fahren.

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