Trarego Viggiona - Lago Maggiore

Kirche in Trarego Viggiona

Wer schon an der Westküste des Lago Maggiore verweilt, um sich etwa die Castelli di Cannero anzusehen, der versäumt eine ganze Menge, wenn er darauf verzichtet, die paar wenigen Kilometer über die Serpentinenstraße von Cannero Riviera aus in die Berge in Richtung Trarego zu fahren. Steil winden sich die Kurven die Strada Provinciale di Cannero-Trarego hinauf, und mit jedem gewonnenen Höhenmeter wird die Aussicht auf den Lago noch ein bisschen schöner. Wer nicht mit dem Auto hier ist, kann den Minibus nehmen, der drei Mal pro Tag zwischen Cannero und Trarego verkehrt.

Viggiona liegt unter dem 1.116 Meter hohen Monte Carza

Blick auf Cannero Riviera von Trarego Viggiona

Wer mit dem eigenen PKW hier unterwegs ist, trifft auf eine zwar schmale, aber gut ausgebaute Straße, auf der man nach etwa fünf Kilometern Viggiona erreicht, den östlich und somit näher an der Küste gelegenen Teilort. Eigentlich gehören drei Teilorte zur Gemeinde: Viggiona, Trarego und Cheglio, wobei Cheglio und Trarego direkt aneinander angrenzen. Viggiona liegt unter dem 1.116 Meter hohen Monte Carza in einem windbehüteten kleinen Kessel, auf etwa 700 Metern Meereshöhe und damit 500 Meter über dem Wasserspiegel des Lago Maggiore. Im Ort ist die barocke Kirche aus dem 16. Jahrhundert sehenswert, am Dorfrand gibt es noch eine romanische Basilika, die sogar aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Cheglio spiegelt den Charakter vieler alter Dörfer der Region wider

Von Viggiona aus führt die Straße nur leicht ansteigend einen knappen Kilometer bis Cheglio, das kurz vor Trarego liegt. Cheglio selbst lohnt einen Besuch, um einmal das Gewirr der vielen kleinen Gässchen zu begutachten, das den Charakter vieler alter Dörfer der Region widerspiegelt. Sehr sehenswert ist der Polyptychon, ein großer Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert, im Oratorium von San Rocco, dem Patron der von der Pest Heimgesuchten. Hinter Cheglio sind es nur wenige Meter, bis Trarego auf ungefähr 790 Metern Meereshöhe erreicht ist, und wer hier oben angekommen ist, stellt schnell fest, dass sich die Fahrt gelohnt hat. Der Blick über den Lago Maggiore und die umliegenden Gipfel und Bergketten ist nahezu einmalig und es gibt kaum Tage im Jahr, an denen ein vom See heraufziehender Nebel diese Aussicht schmälern würde. Schon vor mehr als 120 Jahren haben reiche Mailänder Trarego als Ferienort entdeckt, weil das Klima aufgrund der häufigen Sonneneinstrahlung ideal ist. Der Mailänder Einfluss zeigt sich übrigens noch heute anhand der prächtigen Häuser im Ort.

Die Pfarrkirche

Bereits im 13. Jahrhundert wurde in Trarego ein Oratorium errichtet, das schließlich im 17. Jahrhundert zu einer Pfarrkirche erweitert wurde, die dem heiligen Martin gewidmet wurde. Das Taufbecken im Inneren der Kirche wurde aus rosafarbenem Marmor aus dem Ort Candoglia gebaut, den man auch beim Bau des Doms zu Mailand verarbeitet hat. Ebenfalls sehenswert sind einige handgeschnitzte Holzstatuen und der beeindruckende Altar, der ebenfalls aus Marmor besteht. Eine weitere Besonderheit stellt vor allem der Turm der kleinen Kirche dar. Weil er, alt und schief, neben dem Gotteshaus einzustürzen drohte, wurde er im Jahr 1958 kontrolliert zum Einsturz gebracht und später in der ursprünglichen Form des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Wer über das Osterwochenende in Trarego ist, sollte sich die immer zu diesem Fest hier veranstaltete Sentiero d’arte, die Woche der Kunst, auf einem kurzen Rundgang durch den Ort unbedingt einmal ansehen.

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