Sesto Calende - Lago Maggiore

Sesto Calende

Sesto Calende ist eine atemberaubend schöne Gemeinde in der Lombardei, die sich am südlichen Ende des Lago Maggiore befindet. Naturlandschaften mit Bilderbuchqualitäten betten die Ortschaft ein. Zudem „berichten“ Sehenswürdigkeiten in Sesto Calende über einige der wichtigsten historischen Meilensteine, die die regionale Kultur prägten und auch auf den Tourismus großen Einfluss nahmen.

Vom Siedlungsgebiet uralter Völker zur Industriestadt mit Sinn für die Natur

Aufgrund seiner exponierten Lage am Ende des Flusses Tessin erwies sich Sesto Calende bereits im Neolithikum als beliebtes Siedlungsgebiet. Migrierende Völkerstämme ließen sich in der Region nieder und riefen beispielsweise die Kultur der Golasecca ins Leben. An diese und weitere kulturelle Einflüsse erinnert bis heute das Civico Museo Archeologico. Besucher dieses Museums entdecken ein reichhaltiges Sammelsurium an Relikten, die bereits aus der Zeit der Antike stammen. Doch auch Römer setzten sich im einstigen „Sextum Calendum“ fest, um sich zur damaligen Zeit Handelsgeschäften zu widmen. Der Glanzpunkt religiöser Architektur ist in Sesto Calende die l'Abbazia di San Donato aus dem 9. Jahrhundert. Dieses romanische Gotteshaus verbirgt eine Vielzahl ansehnlicher Fresken, die aus unterschiedlichen Epochen stammen. Diese Kirche ist bis heute das vermutlich wichtigste Monument der gesamten Region.

Gigantische Steine und Jahrhunderte alte Brücken

Ein anderer Publikumsmagnet ist ein großer Findling im Ortsteil San Vincenzo, der den Namen „Sass de Preja Büja“ trägt. Insbesondere aufgrund der uralten Inschriften auf der Oberfläche gilt dieser erratische Felsblock als bedeutungsträchtiger historischer Zeitzeuge. Da Sesto Calende die Staatsstraße und die Eisenbahnstraße des Simplonpasses kreuzt, hat sich die Gemeinde längst als bedeutender Verkehrsknotenpunkt am Gotthard- bzw. Simplonpass entwickelt. Als architektonischer Inbegriff dieser Funktion gilt die doppelte Eisenbrücke über dem Tessin, die schon 1868 errichtet wurde. Diese Eisenbrücke ist bis heute eine Augenweide und wird von vielen Urlaubern als Ausgangspunkt für Stippvisiten zum lombardischen oder Piemonteser Ufer des Lago Maggiore genutzt. Das Oratorium San Vincenzo ist ein im 11. und 12. Jahrhundert errichtetes Gebäude, dessen Grundmauern von Römern erschaffen wurden. Prunkvolle Fresken sowie eine mit Liebe zum Detail gestaltete Apsis verzieren den Innenraum dieses Bauwerks. Der Sasso di Pietra scura ist ein dunkler Fels, der wahrscheinlich nach der Eiszeit von einem Gletscher bis nach Sesto Calende befördert wurde. Besonders sehenswert sind die Erosionsformen, die sich in dem Stein befinden.

Musikalische Verwöhneinheiten mit anschließendem Feuerwerk

Im Zeichen folkloristischer Musik steht das SestoFolk. Das Festival Internazionale del Folklore ist mittlerweile eine feste Größe im Veranstaltungskalender von Sesto Calende und lockt Musikliebhaber aus dem ganzen Land in die Gemeinde. Noch spektakulärer ist das Feuerwerksfestival, bei dem Besucher eine waschechte Explosion an Farbspielen erwartet. Dieses Festival, bei dem nur ein Teil der Happenings in Sesto Calende ausgetragen wird, lockt alljährlich mehr als 30.000 Gäste an. Neben diesem „Feuerwerk der Gefühle“ ist die Gemeinde für ihre beispiellos schönen Naturlandschaften bekannt. Vor dem Monte Rosa im Hintergrund schmiegen sich Seen und Flüsse an Bergen und Hügeln entlang. Der Naturpark Parco Lombardo della Valle del Ticino wird von Einheimischen genutzt, um Picknicks im Grünen zu veranstalten. Dieses Naturschutzgebiet beherbergt eine riesige Bandbreite bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere vom Aussterben bedrohte Vögel finden im Parco Lombardo della Valle del Ticino ein schützendes Refugium, in dem sich Mensch und Tier heimisch fühlen. Das Ufergebiet dieses Biotops ist wie für entspannende Radausflüge geschaffen. Die Mischung aus Radwegen sowie Parcours zum Inline Skaten zeichnet dieses Ausflugsziel aus.

Eine Anreise mit der Bahn – wieso nicht?

Verkehrstechnisch befindet sich die Gemeinde in günstiger Lage zum Mailänder Flughafen Malpensa. Über Autobahnen wie die Staatsstraße ist das Städtchen gemütlich mit dem Auto erreichbar. Weil die Ortschaft in nahezu alle Richtungen touristisch erschlossen ist, steht einer Anreise mit der Bahn ebenfalls nichts im Wege. Beispielsweise ist das Wegeverkehrsnetz am Westufer des Lago Maggiore bis hin nach Sesto Calende sehr gut ausgebaut. Sesto Calende ist das richtige Reiseziel für all die Urlauber, die von einem Aufenthalt in malerischen Naturlandschaften träumen und Interessantes zur regionalen Kultur erfahren möchten. Die Ortschaft, in der im 15. und 16. Jahrhundert der italienische Maler Cesare da Sesto lebte, ist kein typischer vom Massentourismus dominierter Urlaubsort. Vielmehr beeindruckt Sesto Calende mit seinem friedvollen und ruhigen Flair, das insbesondere Naturschwärmer, Familien und Kulturinteressierte gefallen wird.

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