Minusio

Minusio

Im Urlaub in Minusio erkunden Weltenbummler eine kleine Gemeinde am Lago Maggiore, die im Schweizer Kanton Tessin zu Hause ist. Der Nachbarort Locarnos wird vom Lago Maggiore und dem Monte Cardada umrandet. Andere Städtchen wie Muralto, Brione, Tenero-Contra oder Orselina sind nach wenigen Fahrminuten erreicht. Doch es lohnt sich, in Minusio zu verweilen und sich von der Magie dieser Gemeinde verzaubern zu lassen.

Erstmals im römischen Zeitalter besiedelt

Der Blick in die Geschichtsbücher offenbart, dass die Ortschaft vermutlich schon zu römischen Zeiten bewohnt gewesen ist. Darauf weisen mehrere Gräber hin, die im Dezember 1945 entdeckt wurden. Heute ist die pittoreske Stadt, in der noch nicht einmal 7.000 Einwohner leben, ein beliebtes Reiseziel. Doch diese Popularität ist nicht nur der Nähe zum Lago Maggiore geschuldet, die unzählige Möglichkeiten für einen unvergesslichen Badeurlaub verspricht.

Diese Ortschaft hat sich dem Tourismus verschrieben

Auch wenn Minusio im ersten Moment unscheinbar wirkt, hat sich vor Ort ein vielschichtiger Tourismuszweig entwickelt. Beispielsweise beherbergt das Städtchen ein Museums- und Kulturzentrum, in dem häufig Ausstellungen, Theater- oder Konzertaufführungen stattfinden. Ein Freizeitzentrum und zwei Häfen zeigen auf, wie überraschend vielseitig Minusio ist. Besonders imposant ist die architektonische Seite der Gemeinde.

Das religiöse Herzstück: die katholische Kirche San Quirico

Ein beliebter Anziehungspunkt für Urlauber ist die katholische Kirche San Quirico im Ortsteil Rivapiana. Dieses malerisch am Seeufer gelegene Gotteshaus wurde um 1313 zum ersten Mal erwähnt. Architekten scheuten im 18. Jahrhundert keine Kosten und Mühen, um die Kirche in ein barockes Gewand zu hüllen. Der Innenraum ist mit einigen romanischen Malereien des 13. Jahrhunderts dekoriert. Über der Kirche ragt ein Glockenturm im romanischen Stil, der vom 13. bis 15. Jahrhundert als Wachturm genutzt wurde. Besonderes Highlight: direkt an das Gotteshaus schließt sich ein kleiner öffentlicher Park an, der einen unverfälschten Panoramablick auf den Lago Maggiore freigibt.

Architektonische Begegnungsstätten mit bewegter Geschichte

Vom Pfarrhaus und der katholischen Kirche San Quirico bedarf es nur eines Katzensprungs bis zur Wehranlage Cà di Ferro. Diese Wehranlage erinnert in ihren Grundzügen an ein Schloss, das ein Urner Söldner namens Peter A Pro im 16. Jahrhundert errichten ließ. Dieser Söldner wollte eine Anwerbungskaserne für Schweizer Söldner erschaffen lassen, die mit einer Kapelle verbunden war. Dieser Plan wurde in die Tat umgesetzt. Noch heute sind die Gemäuer der um 1630 erbauten Kapelle Vergine dei Sette Dolori vorhanden. Eine besondere historische Bewandtnis hat die heutige Villa La Baronata. Dieses Refugium diente in den 1870er Jahren als Unterschlupf des vorher in Locarno lebenden Revolutionärs Michail Alexandrowitsch Bakunin. Das Ziel der Villa war es, einen Zufluchtsort für durch die Polizei gesuchte friedvolle Revolutionäre zu schaffen – ein Anliegen mit einer wichtigen Bedeutung.

Auf den Spuren namhafter Poeten

Spaziergänge durch Minusio offenbaren den besonderen kulturellen Wert dieser Stadt. Es war kein Geringerer als Schriftsteller Hermann Hesse, der sich ebenfalls für einige Zeit in der Gemeinde niederließ. Im Jahr 1919 lebte der Dichter für einige Wochen in einem kleinen am Ortseingang gelegenen Bauernhaus. Danach entschied sich Hesse, sich nach einem kürzeren Aufenthalt in Sorengo eine neue Heimat in Montagnala aufzubauen. In welcher Verbindung steht der deutsche Lyriker Stefan George mit Minusio? In diesem Ort hat der Poet seine letzte Ruhe gefunden. Auf dem Friedhof der Gemeinde befindet sich bis heute dessen Grab. Damals – im Jahr 1933 – erwiesen namhafte Personen wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg dem kreativen Künstler die letzte Ehre.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

Minusio ist wie ein kleines Museum, das an jeder Ecke mit neuen Ausstellungsstücken überrascht. Der kleine Fischerbrunnen oder ein Museum über den Bildhauer Fiorenzo Abbondio beweisen, welch große Rolle die Kultur in der Gemeinde spielt. Das Museo Mecri ist eine Hommage an den Tessiner Architekten und Maler Aldo Crivelli. Die Villa Margherita, das Oratorium Crocifisso oder das Oratorium Madonna delle Grazie lassen den architektonischen Reichtum Minusios nur erahnen. All diese Kulturgüter verzaubern als wertvolles aufschlussreiches Pendant zu entspannten Stunden am Strand des Lago Maggiore.

Die richtigen Hotels für jeden Geschmack

Damit es an diesen entspannten Momenten auch vor und nach dem Sonnenbad nicht mangelt, haben sich in und um Minusio namhafte Hotels etabliert. Einige Feriendomizile bestechen nicht nur mit ihrer idyllischen Lage auf Weinbergen. Schnell finden Reisende vor Ort eine Urlaubsresidenz, die mit weitläufigen Parkanlagen und Pools keine Wünsche offen lässt. Ein Großteil dieser Hotels ist klein, aber fein. Riesige Bettenburgen suchen Weltenbummler in Minusio vergebens. Dafür profitieren Gäste der Ferienunterkünfte von Hotels mit familiärem Flair, die mit Annehmlichkeiten wie Wäscheservice, Kinderspielplätzen, einem Casino oder Frühstück im Zimmer locken. In anderen Hotels haben Gäste die Gelegenheit, sich im Fitnessbereich aktiv zu betätigen oder bei Massagen, im Solarium oder Sauna zu erholen. Bei Angeboten für Tischtennis, Dampfbädern oder einem Bügelservice fällt es nicht schwer, dem Stress des Alltags zu entfliehen. In einigen der Feriendomizile haben Geschäftsreisende die Möglichkeit, Konferenzräume zu nutzen. Die Gemeinde Minusio ist alles andere als langweilig. Wer seinen kulturellen Horizont erweitern, sich bei Wellnessanwendungen verwöhnen und die Sonnenseite des Lago Maggiore genießen möchte, wird Minusio lieben.

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