Laveno-Mombello

Laveno-Mombello

Wenn am östlichen Ufer des Lago Maggiore ein Ort als Hauptstadt des Tourismus bezeichnet werden kann, ist das garantiert Laveno-Mombello. Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist insbesondere für seinen großen Touristenhafen bekannt. Hier stechen Fährschiffe in See, die die andere Seeseite im Piemont avisieren. Beinahe scheint es, als würde der Sasso del Ferro an warmen Sommertagen Schatten spenden. Dieser über dem Dorf thronende Berg ist nicht nur einer der am meisten besuchten und beliebtesten Aussichtspunkte am gesamten Lago Maggiore. Sicherlich wird es viele Besucher freuen, dass diese Erhebung auch über eine Seilbahn erreichbar ist.

Über die Berge durch die Wolken gleiten

Gleitschirm- und Drachenflieger nehmen einen Abstecher zum Sasso del Ferro als Anlass, um sich durch die Lüfte zu schwingen. Allerdings war von dieser Unbeschwertheit in der Vergangenheit nicht immer viel zu spüren. Aufgrund der strategisch günstigen Lage kehrten Heere über Jahrhunderte in und um Laveno-Mombello ein. Römer, die herrschenden Schichten der Visconti, der Sforza, Borromeo, die Garibaldis oder Österreicher – all diese Völker und Heere hinterließen in dem Dorf ihre Spuren. Einen besonders tiefen historischen Einschnitt brachte die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts mit sich. Während des Risorgimento als Bewegung für die Unabhängigkeit Italiens wandelte sich die Ortschaft zum bedeutenden militärischen Stützpunkt, um die Lombardei vor Angriffen des Piemont zu schützen. Der Angriff von Garibaldi im Jahr 1859 brachte den Wendepunkt im Befreiungskrieg gegen Österreich. Daraufhin dauerte es nicht mehr lange, bis die Lombardei an Piemont abgetreten sowie daraufhin die Abtretung Venetiens und die Proklamation des Königreichs Italien veranlasst wurde. Nachdem die Eisenbahnlinie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwischen Mailand und Turin errichtet wurde, avancierte Laveno zum wichtigen Warenumschlagplatz: der Weg für den Siegeszug der Keramikindustrie war geebnet.

Fährverbindungen ermöglichen maximalen Bewegungsspielraum

Es gibt viele Gründe, weshalb der Tourismus in Laveno-Mombello Einzug gehalten hat. Neben der magischen Anziehungskraft der Ortschaft punktet das Dorf mit seiner unkomplizierten schnellen Erreichbarkeit. Ein Vorteil ist, dass Laveno-Mombello sehr gut mit den bedeutendsten Zentren der Lombardei verbunden ist. So führt die Ferrovie Nord, die Laveno, Varese und Mailand vereint, direkt bis ans Seeufer. Die Fährverbindung der Ferrovie dello Stato verkehrt zwischen Laveno sowie der Schweiz. Über die Fähre können Urlauber mit ihrem Auto auf schnellstem Wege den See überqueren. Zudem ist die Autostrada dei Laghi aus der Richtung Gravellona Toce oder über die Schnellstraße Besozzo-Vergiate erreichbar.

Ein Einkaufsbummel im Zentrum

Das Herzstück von Laveno-Mombello ist das Zentrum der kleinen Stadt. An dieses Zentrum schließt die Uferpromenade mit ihren Fußgängerwegen und Laubengängen an. In diesem Stadtzentrum ist Ruhe zu keines Tageszeit vorstellbar. Dafür sorgen unter anderem die Schnäppchenjäger, die bei einem Einkaufsbummel nach Souvenirs oder Mode Ausschau halten.

Eine historische Reise zu industriellen Glanzzeiten

In der Vergangenheit machte sich Laveno als wichtiger Standort der Keramik- und Porzellanindustrie einen Namen. Damals galt Laveno als eines der größten Zentren der Keramik- und Porzellanindustrie in ganz Europa. Heute erinnert das Civica Raccolta di Terraglie an diese Zeit. In diesem Museum sind alle künstlerisch wertvollen Keramiken ausgestellt, die in Laveno-Mombello seit dem 19. Jahrhundert hergestellt wurden. Diese Exponate laden im Palazzo Perabo von Cerro zur interessanten Entdeckungsreise ein. Ein Anziehungspunkt inmitten der historischen Innenstadt Lavenos ist die liebevoll gestaltete Villa de Angeli Frua. Ein Highlight dieses prunkvollen Hauses ist der Aufsehen erregende botanische Garten. Ein ebenso ansehnliches Anwesen in der Valcuvia ist nur einen Katzensprung entfernt. Hier zieht die Villa Della Porta Bozzolo die Blicke auf sich.

Gotteshäuser, wohin man auch schaut

Die Vielzahl sakraler Bauten lässt nur erahnen, welch hohen Stellenwert die Religion seit jeher für Menschen aus Laveno-Mombello spielt. Die ältesten dieser Gotteshäuser sind viele Jahrhunderte alt. So wurde die Kirche Santa Maria in Ca'Deserta erstmals im Jahr 1081 erwähnt. Die Propstkirche Santi Filippo e Giacomo, ebenfalls als Chiesa Vecchia bekannt, ist ein historischer Prachtbau aus dem Jahr 1315. Zudem befinden sich die Kirche Madonna Immacolata aus dem Jahr 1728 sowie oder die Chiesa Nuova aus den 1940er Jahren auf dem Stadtgebiet Laveno-Mombellos.

Highlights des jährlichen Veranstaltungskalenders

Mit Ausnahme der Monate Januar und Februar wird in Laveno-Mombello an jedem zweiten Sonntag im Monat die Fiera Labiena durchgeführt. Viele Menschen strömen auf den Markt, auf dem künstlerische, gastronomische und handwerkliche Produkte zum Verkauf angeboten werden. Zur Weihnachtszeit lässt die Weihnachtskrippe unter Wasser Adventsstimmung aufkommen. Diese Weihnachtskrippe wird im Zentrum der Stadt im Wasser aufgebaut. Von Anfang Dezember bis zum Ende der Weihnachtszeit versüßt dieses Kunstwerk die schönste Zeit des Jahres.

Bei diesem Anblick stockt einem der Atem

Laveno-Mombello – die Ortschaft mit ihren 9.000 Einwohnern ist nicht irgendeine Stadt unter vielen. In der Region erwartet Reisende eines der fantastischsten Panoramen, das der Lago Maggiore überhaupt bietet. Mit Schnee bedeckte weiße Gipfel des nahe gelegenen über 4.600 Meter hohen Monte Rosa-Massivs verbreiten Gänsehautatmosphäre. Unzählige andere 4.000er erscheinen in Laveno-Mombello zum Greifen nah. Dieser Anblick krönt den Besuch eines Touristenzentrums, das mit immergrünen Wäldern und perfektem Urlaubs-Flair lockt.

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