Feriolo - Lago Maggiore

Feriolo

Feriolo ist im mittleren Teil des Lago Maggiore in der Toce-Mündung zu Hause. Nur drei Kilometer nördlich von Baveno entfernt, erstreckt sich die kleine Ortschaft anmutig am Ufer des Lago Maggiore. Die Borromäische Bucht scheint mit wenigen Schritten erreichbar zu sein. Im Hintergrund erheben sich die Berge des Ossola über weite Täler. Die Städtchen, die links und rechts neben Feriolo ins Auge fallen, sind Verbania und Baveno.

Ein Dorf fernab des Massentourismus

Feriolo ist ein kleiner idyllischer Urlaubsort, in dem Zeit nur eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint. Müßiggang ist in dem kleinen Dorf angesagt, das sich insbesondere durch seine architektonischen Glanzpunkte hervorhebt. In der Vergangenheit galt Feriolo als bedeutender Handelspunkt, an dem Produkte aus der Valdossola wie Heu oder Holz umgeschifft wurden. Auch die den Lago Maggiore prägende Familie Borromeo züchtete in diesem Dorf Pferde, um Material von A nach B zu transportieren. Vor dieser Zeit war Feriolo vermutlich von Römern besiedelt. Die Ruinen der antiken Burg lassen vermuten, dass die Ortschaft als Durchgangsort von Truppen diente, welche die Alpenpässe auf ihren Fußmärschen erreichen wollten. Erstaunlich ist, dass die Ortschaft bis vor wenigen Jahrhunderten wesentlich größer als heute gewesen ist und bis zur Simplonstraße führte. Nachdem ein Erdrutsch im Jahr 1867 einige Gebäude in den See gerissen hatte und einige Menschen starben, hat Feriolo zumindest ein wenig an Größe verloren. Damals fanden Bauarbeiten am kleinen Hafen des Dörfchens statt. Im Rahmen dieser Arbeiten stürzte ein Teil des Dorfes in den See, dessen Ruinen noch heute in 18 Metern Tiefe bewundert werden können.

Architektonische Bauten aus längst vergangenen Tagen

Feriolo ist die Heimat eines mittelalterlichen Turms, der vermutlich zu einem Schloss aus dem 13. Jahrhundert gehört. Im Zentrum des Dorfs befindet sich das Oratorium von S. Carlo, das während des 17. Jahrhunderts errichtet und in den 1830er Jahren zur Pfarrerei erhoben wurde. Farbenfrohe Kirchenfenster, Fresken und Statuen verzieren den Innenraum. An der Fassade erblicken Besucher den Hochwasserspiegel aus dem Jahr 1868, in dem sich das Wasser sieben Meter über dem Niedrigwasserstand befand. Außerhalb von Feriolo ist auf der Straße in Richtung Gravellona die kleine Kirche der Madonna della Scarpia gelegen. Beim Eintritt in das Gotteshaus fällt der Blick automatisch auf eine Statue der Heiligen Madonna, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Doch auch außen beeindruckt das Gotteshaus mit einem imposanten Anblick. Auf den ersten Blick scheint sich dieses kleine Oratorium an einen Fels zu lehnen. In ihrem derzeitigen Zustand befindet sich die Kirche seit Renovierungsarbeiten aus dem 18. Jahrhundert.

Spazieren gehen, sonnen, segeln

Für einen Spaziergang ist die von Gebäuden eingebettete Uferpromenade wie geschaffen. Diese Flaniermeile führt direkt zu einem kleinen Strand, an dem Sonnenanbeter die Nähe des Lago Maggiore genießen können. Skipper kommen mit dem See auf besondere Weise in Berührung und dürfen beim ortsansässigen Bootsunternehmen ein Segelboot chartern. Um mit dem Auto nach Feriolo zu gelangen, sollten Autofahrer die A26 an der Ausfahrt Baveno verlassen. Nahe gelegene Bahnhöfe in Baveno oder Verbania ermöglichen eine unkomplizierte Anfahrt mit dem Zug. Feriolo ist das richtige Reiseziel für Urlauber, die sich während ihres Aufenthalts am Lago Maggiore fallen lassen möchten. Feriolo beherbergt eine Vielzahl kultureller Schätze und lässt für ein reges Nachtleben oder den Massentourismus nur wenig Raum. Wer das zu schätzen weiß, wird dieses sympathische Dorf lieben.

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