Brissago - Lago Maggiore

Blick von Brissago

Die Gemeinde Brissago liegt am Nordufer des Lago Maggiore südwestlich von Ascona an der Grenze zu Italien. Brissago bietet beeindruckende Landschaften, facettenreiche Natur und das der Region eigene klimatische südländische Flair. Eine keltische und römische Besiedlung belegen archäologische Funde auf dem Gemeindegebiet. Im Mittelalter war Brissago eine reichsunmittelbare Miniaturrepublik mit Zoll- und Steuerfreiheit sowie eigener Justiz.

Auch sportlich aktive Reisende können ihren Urlaub abwechslungs- und erlebnisreich gestalten. Insbesondere Taucher schätzen die Steilküsten als interessanten Tauchplatz. Bergsteiger und Wanderfreunde haben in der näheren Umgebung des Hausbergs von Bissago zahlreiche interessante und abwechslungsreiche Touren zur Auswahl. Es finden sich Schwierigkeitsgrade von familienfreundlich bis hin zu nur für erfahrene Bergsteiger geeignet.

Die Kunsthistorie in Brissago

Ufer von Brissago

Kunsthistorisch gilt die südlich etwas außerhalb des Ortskerns gelegene Renaissancekirche Madonna del Ponte (1520-1545) als eine der bedeutendsten Schöpfungen der lombardischen Architektur in der Schweiz. Baumeister war Giovanni Beretta, der sich bei der Gestaltung der achteckigen Kuppel mit Säulengalerie sichtbar von Bramante inspirieren ließ, dem Begründer der klassischen Architektur der Hochrenaissance, auf den unter anderem die Umgestaltung des Vatikanpalastes und der Wiederaufbau der Peterskirche (1506) in Rom zurückgeht. Sehenswert ist neben zahlreichen Palazzi, die im alten Stadtkern gelegene Casa Branca (1680-1720), auch Palazzo Baccalà genannt, mit ihrer reich gestalteten Fassade. Bereits 1847 wurde die südlich des Ortes gelegene Zigarrenfabrik Fabbrica Tabacchi gegründet. Die hier produzierte Virgina-Zigarre „Brissago“ genießt bis heute unter Kennern einen guten Ruf.

Lebendiges Museum der mittelalterlichen Bergarchitektur

Die Ortsteile der Gemeinde könnten als lebendiges Museum der mittelalterlichen Bergarchitektur angesehen werden. Es handelt sich um eine solide, der Gegend entsprechende Terrassenstruktur mit steilen, engen und parallel zur Hauptgasse verlaufenden Gassen. Zahlreiche Kirchen und Kapellen des 15. und 16. Jahrhunderts bieten Einblick in die bäuerliche Sakralkunst der Region. Allgegenwärtig sind noch heute mittelalterliche Spuren, wie zum Beispiel im Ortsteil Tecetto und Piazza eine interessante Häusergruppe aus unbearbeitetem, eisenhaltigem Stein in einer soliden, eckigen Struktur mit dreigeteilten Fenstern und Türen. Die beiden sonnenverwöhnten, der Küste vorgelagerten Inseln bieten Besuchern die Möglichkeit mit vier Schritten eine „Weltreise“ zu machen.

San Pancrazio

Die Isole di Brissago und die Insel San Pancrazio

In dem Botanischen Park auf der größeren Insel, San Pancrazio (auch Grande Isola genannt), wachsen auf einer Fläche von nur 2,5 ha über 1500 Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, den Tropen, Südafrika, Nord-, Mittel- und Südamerika, Australien und Japan. Durch eine Führung kann der Besucher die Pflanzen und deren Eigenarten besser kennenlernen. Die auf San Pancrazio erst 1927 im Stil der italienischen Renaissance errichtete Villa beherbergt heute ein Kunstmuseum, das wechselnde Kunst- und Fotoausstellungen zeigt. Die kleinere Insel, Isolino, Isola Piccola und auch Isola di Sant’Apollinare genannt, ist naturbelassen. Es lassen sich jedoch Mauerreste der Apollinaris geweihten Kirche bestaunen. Im Laufe der Geschichte wechselten die Besitzverhältnisse der Inseln mehrmals. Im Jahr 1949 erwarb der Kanton Tessin zusammen mit den Gemeinden Ascona, Brissago und Ronco sopra Ascona die Inseln aus Privatbesitz.

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