Borromäische Inseln - Lago Maggiore

Borromäische Inseln Im Südosten des Borromäischen Golfs, vor der Uferlinie, an der die Gemeinden Baveno und Stresa liegen, befinden sich die Borromäischen Inseln: die Isola Bella, direkt gegenüber von Stresa, die Isola dei Pescatori (auch Isola Superiore genannt) vor der Küste von Baveno und die Isola Madre auf halber Strecke von Baveno nach Verbania, etwa in der Mitte des Golfs. Zwischen der Isola dei Pescatori und der Isola Madre liegt noch ein winziger Felsbrocken im Meer, La Malghera; allerdings misst sie nur etwa 600 Quadratmeter. Ganz streng genommen gehört auch die Isola San Giovanni direkt vor Verbania dazu, da sich diese allerdings in privatem Besitz befindet und nicht betreten werden darf, sprechen wir hier nur von den drei großen Inseln Bella, dei Pescatori und Madre. Zusammengenommen haben die Inseln eine Fläche von etwa 18 Hektar.

Alle drei Inseln sind mit dem Schiff erreichbar

Blick auf die Borromäischen Inseln

Von der Uferpromenade in Stresa aus gibt einen hervorragenden Blick über den Borromäischen Golf mit den drei Inseln, die allesamt mit dem Schiff erreichbar sind. Noch besser ist die Aussicht allerdings vom Gipfel des 1491 Meter hohen Monte Mottarone, der von Stresa aus mit der Seilbahn gut zu erreichen ist. Nach kurzer Fahrt hinauf breitet sich der Lago Maggiore mit dem Golf und den Borromäischen Inseln vor einem aus. Diese dienten im Mittelalter der Spiritualität, sie waren eine religiöse Begegnungsstätte und eine Befestigungsanlage zugleich. Im 15. Jahrhundert wurden sie so umgestaltet, wie sie heute teils noch aussehen, und zwar unter der Ägide der Familie Borromeo, nach der sie später benannt worden sind.

Die Inseln waren lange Zeit im Besitz der Familie Borromeo

Die Inseln blieben eine lange Zeit im Besitz der Familie. So gibt es Zeugnis davon, dass auch schon Napoleon Bonaparte auf der Isola Bella eine Nacht verbracht hat. Die einzig dauerhaft bewohnte der drei Borromäischen Inseln ist die Isola dei Pescatore, übersetzt: die Insel der Fischer – und das kann man ruhig wörtlich nehmen, denn tatsächlich befindet sich hier ein Fischerdorf mit 56 Einwohnern, wie eine 2011 durchgeführte Volkszählung herausgefunden haben soll. Von den drei Hauptinseln ist die Isola dei Pescatore mit 3,4 Hektar dennoch die kleinste; die größte ist die Isola Madre mit mehr als sieben und die zweitgrößte die Isola Bella mit etwa sechs Hektar. Die Isola San Giovanni bringt es immerhin noch auf 0,4 Hektar.

Die Borromäischen Inseln sind in jedem Fall eine Augenweide

Isola Bella Garten

Aufgrund ihrer Lage und ihrer Gestaltung sind die Borromäischen Inseln in jedem Fall eine Augenweide. Von Stresa aus lässt sich eine Bootstour buchen, die um die Inseln herumführt, natürlich mit der Möglichkeit, überall von Bord zu gehen und die Inseln genauer zu betrachten, also eine Art von Insel-Hopping zu betreiben. Es können Einzeltickets für jede Insel oder Kombitickets erworben werden, die es erlauben, überall an Land zu gehen. Die Gärten der Isola Bella und der Isola Madre sind von Ende März bis Ende Oktober für Besucher geöffnet. Nach Möglichkeit sollte es vermieden werden, den Ausflug zu den Inseln an Wochenenden oder Feiertagen zu unternehmen, denn dann herrscht sehr reger Betrieb. Während der Mittagspause bleiben – an allen Tagen – die Paläste auf den Eilanden geschlossen.

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