Der Ortasee – der kleine Bruder des Lago Maggiore

Blick des Ortasees mit der Insel San Giulio

Wenn man als Betrachter zwei Schönheiten nebeneinander sieht, direkt vor sich, ist es wohl ein menschlicher Makel, dass man dann meist nur Augen hat für jenen Reiz, der einem persönlich noch ein bissen besser gefällt als der jeweils andere.

Der Ortasee liegt westlich des lieblichen Lago Maggiore

Für die Perlen der Natur gilt das vielleicht auch, und das könnte das Pech des kleinen Lago d’Orta sein. Denn er liegt nur wenige Kilometer westlich des lieblichen Lago Maggiore und wird von den Touristen aus diesem Grunde wohl auch ein wenig stiefmütterlich behandelt. Man muss ja nicht gleich den kompletten Urlaub hier verbringen. Aber wer sich einige Zeit lang am Lago Maggiore aufhält und nicht einmal einen Tagesausflug an das Gewässer macht, das ein Stück oberhalb in den Bergen liegt (von Arona am Westufer des Lago Maggiore aus sind es nur wenig mehr als zehn Kilometer), verkennt den Zauber, der dem kleineren der beiden Seen und dessen Umland innewohnt.

Der Ortasee ist lange nicht so dicht besiedelt wie die Uferlinie des Lago Maggiore

San Giulio

Ein wenig rauer als unten am Lago Maggiore ist es. Besonders das Westufer ragt steil und zerklüftet in die Höhe. Die Gipfel oberhalb dieser Uferlinie sind bereits die ersten Ausläufer des mächtigen Massivs des Monte Rosa (4.633 Meter), dessen Gipfel von Gozzano aus (am Südufer des Lago d’Orta) auch nur 40 Kilometer Luftlinie entfernt ist. Von der Ostküste aus geht es hingegen nur sanft gegen den 1.490 Meter hohen Mottarone. Der Ortasee ist lange nicht so dicht besiedelt wie die Uferlinie des „großen Bruders“ Lago Maggiore, und auch der Tourismus ist auch nicht annähernd so entwickelt.

Der Ortasee - ein echter Geheimtipp für Naturfreunde

Der Ortasee

Dass auch hier oben, wo es im Schnitt nicht so warm ist wie am Lago Maggiore, schon Siedlungen der alten Römer entdeckt wurden, verblüfft auf den ersten Blick. Andererseits waren die Gegenden um den Lago d’Orta immer schon gut geeignet für Viehzucht und Landwirtschaft. Auch der Fischreichtum des Sees war viele Jahrhunderte eine gute Lebensgrundlage. Später kam die Verarbeitung von Holz hinzu. Trotz der relativen Abgeschiedenheit existiert auch hier eine stattliche Zahl an Villen, die Adelsgeschlechter aus Novara und Mailand damals hier gebaut haben. Wahrscheinlich aus dem Grunde, der sich immer wieder ausbreitenden Pest in den Städten zu entfliehen. Am Ortasee fühlte man sich sicherer als am wesentlich belebteren Lago Maggiore. Heute ist der Lago d’Orta ein echter Geheimtipp für Naturfreunde, die hier ein wahres Kleinod vorfinden.

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